Am 20. Oktober 1967 startet die Sendung aus Halle 1 A des ZDF-Studios in Wiesbaden "Unter den Eichen". Mit den legendären Worten: "Den Bildschirm zur Verbrechungsbekämpfung nutzen, das ist der Sinn dieser Sendereihe" gibt Eduard Zimmermann den Startschuss für die bis dahin einmalige Fernsehfahndung.
Bereits in der sechsten Sendung, am 7. Juni 1968, wird der erste Mordfall mit Hilfe der XY-Zuschauer geklärt: Der Mord an Dr. Boll. Nur zwölf Stunden nach der Sendung kann der Täter verhaftet werden. Im März 1968 beteiligt sich auch Österreich an der Sendung. 1969 kommt die Schweiz hinzu. XY wird zur Eurovisionssendung.
Schwestersendungen weltweit
Ab 1975 gibt es die Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" auch in Farbe. Im Juni 1976 führt das unermüdliche Engagement Eduard Zimmermanns für die Belange der Kriminalitätsopfer zur Gründung des "WEISSEN RINGs", der bis heute einzigartigen Opferhilfsorganisation.Oktober 1977: Anlässlich der 100. XY-Sendung erhält Eduard Zimmermann das Bundesverdienstkreuz. In der Zwischenzeit interessieren sich auch ausländische Fernsehsender für das weltweit einmalige Fernsehformat. Im Juli 1984 startet die BBC nach XY-Vorbild mit "Crimewatch U.K.". In den Niederlanden läuft bis heute mit großem Erfolg "Opsporing verzocht". Sogar eine amerikanische Fernsehgesellschaft erwirbt 1987 die Rechte am XY-Format für die USA und Kanada.
Rudi Cerne am Ruder
Im Oktober 1997 verabschiedet sich Eduard Zimmermann vom Bildschirm. Sein Nachfolger vor der Kamera: Dr. Butz Peters. Er moderiert die Sendung vier Jahre. Im Januar 2002 wird er von Rudi Cerne abgelöst. Der erfolgreiche ZDF-Moderator präsentiert die Sendung bis heute.Im Mai 2002 wird erstmals der "XY-Preis Gemeinsam gegen das Verbrechen" verliehen. Schirmherr ist der Bundesinnenminister. Der Preis soll Menschen ehren, die sich in besonderer Weise im Kampf gegen Kriminalität eingesetzt haben: couragiert, gleichzeitig aber auch besonnen.
Oktober 2002 - 35 Jahre XY, 350 Sendungen. Zum Jubiläum würdigt der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder die Arbeit von Eduard Zimmermann und seinem Team.
Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder:
"350 Ausstrahlungen sind Anlass genug, Eduard Zimmermann und allen Mitarbeitern der Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" Dank und Anerkennung auszusprechen (...) Ich wünsche der Sendung auch weiterhin einen hohen Wirkungsgrad im Interesse unseres Gemeinwesens."


